Chinas Wirtschaft hatte einen starken Start in das Jahr 2017. Das Wachstum der FA-Investitionen zog an, wobei die Investitionen des Privatsektors ein Jahreshoch erreichten. Und obwohl sinkende Autoverkäufe das Wachstum der Einzelhandelsumsätze zum ersten Mal seit 2003 unter 101 TP4T trieben, war das Einzelhandelswachstum ohne Autoverkäufe mit 10,61 TP4T im Jahresvergleich stark.

Bedeutet dies, dass sich China erholt oder spiegeln die robusten Zahlen die expansive Politik des vergangenen Jahres wider? In jedem Fall gibt es Gegenwind, der die Langlebigkeit dieser Trendwende beeinträchtigen könnte.

1) Sinkende Devisenreserven
Chinas Devisenreserven stiegen schließlich im Februar nach Monaten des Rückgangs, als die Zentralbank versuchte, einen schwächelnden Yuan zu stabilisieren. Aber wenn die Fed die Zinsen erhöht, könnte der Yuan wieder unter Druck geraten. Es könnte zu erneuten Kapitalabflüssen kommen, die Chinas Fähigkeit beeinträchtigen, externen Schocks standzuhalten.

2) Ein möglicher Handelskrieg mit den USA
Für die Zukunft bleiben Drohungen mit der Einführung von Zöllen und die Bezeichnung als Währungsmanipulator durch die USA bestehen. Trumps protektionistische Haltung könnte einen Handelskrieg bedrohen und Chinas Erholung beeinträchtigen.

3) Hohe Hebelwirkung
Um das BIP-Wachstum 2017 bei 6,51 TP4T oder darüber zu halten, hat der chinesische Ministerpräsident Li eine Kreditausweitung um 121 TP4T zugesagt. Das bedeutet, dass die Verschuldung immer noch viel schneller steigen wird als die Produktion und die Wirtschaft auch 2017 stark verschuldet sein wird. Dieses Missverhältnis zwischen Verschuldung und BIP-Wachstum könnte zu einer Fehlallokation von Ressourcen in nichtproduktive Sektoren führen und die langfristige Produktivität beeinträchtigen.

Doch trotz dieser Risiken besteht Einigkeit über eines – die ermutigenden Zahlen für 2017 haben zumindest vorerst die Angst vor einer harten Landung gemindert!

 

Сохранить

Сохранить